Samstag, 6. Dezember 2008

Magento Suchmaschinenoptimierung

Die Basis für die Suchmaschinenoptimierung eines Magento-Shops ist bereits sehr gut gelöst. Eine saubere URL-Struktur, individuelle Seitentitel, pflegbare Metagtags sowie eine integrierte XML-Sitemap sorgen für eine problemlose Indizierung des Shops.

Welche Möglichkeiten hat nun der Betreiber eines Magento-Shops, um seinen Shop für Google & Co. noch attraktiver zu machen?

In einem kurzen Video stellen wir einige Grundlagen und Besonderheiten zur Optimierung eines Magento-Online-Shops vor. Dabei ist Magento bereits standardmäßig so konfiguriert, dass auch ohne explizite Eingabe, seitenindividuelle Titel, Beschreibungstexte und Keywords vergeben werden. Diese stammen automatisch aus dem jeweiligen Seiteninhalt. Selbstverständlich lassen sich diese automatisch generierten Metatags auch manuell überarbeiten und so noch weiter optimieren.

Aber sehen Sie am besten einfach selbst...



Hierbei muss natürlich beachtet werden, dass die hier gezeigte Onpage-Optimierung nur ein kleiner Teilbereich für eine erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung eines Magento-Shops darstellt. Neben der Onpage-Optimierung als Basis sorgt insbesondere die sog. Offpage-Optimierung - hierunter versteht man eine vernünftige Backlinkstruktur - für eine vernünftige Platzierung.

Ich würde mal behaupten, dass Onpage-Faktoren max. 25% der Platzierung ausmachen, der Rest wird durch einghende Links beeinflusst. Dennoch ist die Onpage-Optimierung enorm wichtig, da nur eine sauber und möglichst vollständig indizierte Seite auch in den Suchergebnissen erscheinen kann. Dies hängt nun mal von seitenindividuellen Onpage-Faktoren ab.

Freitag, 5. Dezember 2008

Magento und TYPO3

Die Integration von TYPO3 in Magento scheint jetzt Wirklichkeit zu werden. Ein neues Plugin ermöglicht die Kombination der beiden Systeme!

In der Vergangenheit gab es ja immer wieder nachfragen ob und wie man das Content Management System TYPO3 in Magento integrieren kann bzw. wie man die beiden mächtigen Softwarelösungen "verheiraten" kann.

Dies ist gerade in der heutigen Zeit von zentraler Bedeutung, da es immer wichtiger wird, umfangreichen Content in seinen Shop zu integrieren, da User zum einen möglichst genau informiert werden wollen und natürlich auch das Thema SEO - also Suchmaschinenoptimierung - förmlich danach schreit. Ein altbekannter Spruch lautet ja schließlich auch "Content is king" und diesem Umstand kann man mit einer Magento-Basis-Installation nur bedingt nachkommen.

Zwar liefert Magento bereits standardmäßig ein CMS mit. Fairerweise sollte man hier jedoch erwähnen, dass der Funktionsumfang und Bedienkomfort doch noch zu Wünschen übrig lässt.

Bereits vor geraumer Zeit hat Varien daher reagiert und auf dem offiziellen Magento-Blog einen Beitrag veröffentlicht, indem beschrieben wird, wie man Magento mit dem Content Management System "Expression Engine" verknüpft werden kann.

Ich kannte das dort beschriebene CMS-Tool bislang nicht und gerade im deutschsprachigen Bereich ist TYPO3 hier sicherlich das Maß der Dinge. Daher wurde das Projekt TypoGento ins Leben gerufen, mit dem genau dieser "weiße Fleck auf der Magento-Landkarte" abgedeckt werden soll.


TypoGento
Bei TypoGento handelt es sich um eine Middleware, die die beiden Open Source Systeme Magento und TYPO3 verknüpft und ebenfalls kostenlos zur Verfügung steht.

Wer erst am Anfang der Thematik steht und mit beiden Systemen noch nicht allzuviel anfangen kann, findet unter den nachfolgenden Link ein paar Argumente für TYPO3 bzw. Magento:


Wer sich etwas intensiver mit TYPO3 beschäftigt, wird sehr schnell feststellen, dass es hierfür auch Shop-Extensions gibt. Auf der anderen Seiten haben wir ja bereits gehört, dass Magento auch bereits CMS-Features mitbringt. Diese Aussagen sind zwar grundsätzlich richtig, in der Praxis sieht das Ganze jedoch etwas anders aus.

Nach dem Motto "Schuster bleib bei deinen Leisten" ist TYPO3 ein enorm leistungsfähiges CMS. Es kann bei Bedarf um grundlegend Shopfunktionen ergänzt werden, wird ein "richtiges" Shopsystem aber nie ersetzen können. Dies liegt einfach in der Natur der Sache, dass es bei TYPO3 um die Verwaltung von Content und nicht um den Verkauf von Produkten geht. Punkt!

Bei Magento sieht das Ganze genau andersrum aus. Magento ist in meinen Augen DAS kommenden Shopsystem schlechthin, es wurde aber nicht entwickelt um mit Unmengen von redaktionellen Inhalten umgehen zu müssen.

Daher macht die Kombination der beiden Systeme in meinen Augen absolut Sinn!


Funktionsweise
Auf der einen Seite werden über ein TYPO3 Frontend-Plugin die Core-Classes von Magento integriert und angzeigt. Auf der anderen Seite wird Magento dahingehend modifiziert, dass TYPO3 die Anzeige von Seiteninhalten übernehmen und steuern kann.

Diese Art der Integration bietet einige Vorteile:

  • Die Instanziierung kann sofort erfolgen.
  • Es handelt sich um eine richtige Integration bei der der User nur ein System sieht und nicht merkt, dass im Hintergrund zwei Technologien arbeiten
  • Die beiden Systeme können Daten und Funktionen direkt austauschen
  • Die Templates und deren Steuerung können über eine zentrale Stelle (im Magento-Backend) gepflegt werden
Wer sich die Integration von Magento und TYPO3 in der Praxis ansehen möchte, kann dies unter nachfolgendem Link tun:

http://demostore.typogento.com/home/merchandise-shop.html


Achtung!
Da Magento in der Vergangenheit nicht gerade durch mikrige Hardwareanforderungen aufgefallen ist und für TYPO3 ähnliches gilt, sollte man bei einer derartigen Integration in jedem Fall verstärktes Augenmerk auf die Hardware legen und hier im Zweifelsfalle lieber eine Nummer größer dimensionieren.

Ich werde mir das Thema in jedem Fall näher ansehen und meine Erfahrungen damit posten! Wer damit bereits experimentiert hat, darf im übrigen gerne kommentieren!

Video: Rabatte und Preisregeln in Magento

Rabatte Shopbetreiber ein nicht zu unterschätzendes Steuerungs- und Verkaufinstrument, mit dem sich - richtig eingesetzt - recht ansehnlichen Ergebnisse erzielen lassen.

Die Shopsoftware Magento bietet bereits standardmäßig umfangreichste Funktionalitäten rund um das Themengebiet der Rabatte und Preisregeln. Das nachfolgende Video soll einen kurzen Einblick in die Verwendung und Möglichkeiten der Magento-Preisregeln geben:





In Magento können unterschiedlichsten Sonderaktionen mit speziellen Preisregeln unter dem Menüpunkt "Ankündigungen" gepflegt werden. Umfangreichste Regel- und Bedingungs-Funktionen erlauben die Anlegen von komplexen und auch verschachtelten Preisregeln mit denen sich selbst "exotische" Rabattaktionen jederzeit realisieren lassen.

Dabei unterscheidet Magento zusätzlich zwischen Preisregeln für den Katalog sowie für den Warenkorb.

Am besten selbst einfach mal ein bisschen probieren...

Donnerstag, 4. Dezember 2008

Bundles oder Made-to-Order Produkte in Magento

Da immer wieder nach den Unterschieden bzw. Besonderheiten bei Bundles bzw. Made-to-Order Produkten innerhalb Magento nachgefragt wird, hier ein kurzer Erklärungsversuch.

Der Begriff „Bundle Products“, so wie er von Varien - dem Hersteller von Magento - verwendet wird, kann leicht missverstanden werden. Deshalb ist es selbsterklärender, wenn man von „Made-to-Order“-Produkten spricht. Denn es handelt sich nicht um ein Bündel aus mehreren einzelnen Artikeln, z.B. Hemd und Krawatte, sondern um ein fertiges Produkt, das aus mehreren Komponenten zusammengesetzt wird. Diese Komponenten stehen in verschiedenen Ausfertigungen zur Verfügung, und der Kunde stellt sich hier seine individuelle Konfiguration zusammen.

Wo liegt der Unterschied zu den Configurable Products? An der Art und Menge der Konfigurationseinstellungen. Beim Configurable Product werden Eigenschaften konfiguriert, also z.B. Farbe oder Größe. Die Simple Products, die dabei konfiguriert werden, sind bereits physikalisch vorhanden. Indem sie als Configurable Product zusammengefasst werden, vereinfacht sich die Darstellung des Angebots für den Benutzer. Bei der Bestellung müssen alle Attribute konfiguriert werden, damit klar wird, welches Simple Product gewünscht wird.

Beim Bundle Product werden Bestandteile konfiguriert, also z.B. die Festplatte, Grafikkarte oder Prozessor beim PC. Die einzelnen Bestandteile sind auf Lager und werden erst nach Eingang einer Bestellung zu einem fertigen Endprodukt zusammengebaut. Maus und Tastatur können in diesem PC-Beispiel ebenfalls konfiguriert werden, bleiben aber eigenständige Produkte. Bei der Konfiguration kann der Anbieter seinen Kunden auch diverse Freiheiten einräumen. Er kann

  • für jede Komponente einen Defaultwert vorschlagen
  • verlangen, dass für jede Komponente eine Auswahl getroffen wird
  • aber auch zulassen, das eine Komponente nicht bestellt wird
  • oder zulassen, dass von bestimmten Komponenten mehrere Stück bestellt werden.

Und genau diese Vielfalt ist nur mit Bundle Products möglich. Wären nur 2 PCs verfügbar, die sich lediglich in der Kapazität der Festplatte unterscheiden, wäre ein Configurable Product noch möglich. Aber mit jeder weiteren Komponente und Variante kann die Anzahl an möglichen Kombinationen ins Unermessliche steigen, so dass die Darstellung mit einem Configurable Product nicht mehr möglich ist.

Ein weiterer Anwendungsbereich für Bundle Products liegt bei Artikeln, die auf Kundenwunsch zugeschnitten werden, z.B. Holzbretter oder Stoff zum Schneidern. Der Stoff ist im Ballen vorrätig, und es wird immer nur so viel abgeschnitten, wie der Kunde bestellt, und kein vernünftiger Stoffhändler würde auf die Idee kommen, sich Stoffstücke unterschiedlicher Länge auf Lager zu legen und für 1,50 m einer Qualität eine andere Artikelnummer als für 1,60 m, 1,80 m und 2,50 m zu vergeben.

Mit den Bundle Products bietet Magento eine interessante neue Möglichkeit, mit der der Shop für ein zusätzliches, recht attraktives Marktsegment einsetzbar ist. Denn die Menge der auf Kundenwunsch produzierenden Betriebe - dem bekannten Trend des auf Neudeutsch genannten Customizings sei Dank - ist durchaus beträchtlich.

Wie nun die Konfiguration von Bundle Products im Back-End vorgenommen werden muss und welche einzelnen Möglichkeiten bestehen, wird im Magento Benutzerhandbuch von TechDivision beschrieben.

Mittwoch, 3. Dezember 2008

Video: In Magento Attribute, Attributsets und Produkte anlegen

Nach dem Motto "Ein Video sagt mehr als Tausend Worte", hab ich jetzt einfach mal den Videotrend im Web zum Anlass genommen und ein erstes Tutorial-Video erstellt. Das Thema des Videos: "Attribute, Attributsets und Produkte in Magento anlegen".

Da dies der erste Versuch ist, hoffe ich dass nicht zu kritisch damit umgegangen wird. Im Moment ist das Video auch noch nicht vertont! Das Ganze ist ein Versuch. Lob, Kritik und Verbesserungsvorschläge sind seeeehr gerne gesehen. Außerdem würde ich mich freuen, Themenvorschläge für weitere Videos zu erhalten - immer her damit!

In diesem Sinne aber schon mal viel Spaß beim ersten Video....

Im übrigen könnt ihr das Video über den Button rechts unten auf Bildschirmgröße vergrößern!




Wenn´s interessiert: Das Ganze wurde mit Screentoaster - einem kostenlosen Online-Tool zur Erstellung von Web-Videos - erstellt. Derzeit befindet sich der Dienst in einer geschlossenen Beta-Phase, für die man sich kostenlos anmelden kann. Ich finde das Teil durchaus recht interessant... - im übrigen auch für Shopbetreiber. Was man damit alles anstellen kann, bleibt dabei der Phantasie jedes Einzelnen überlassen!

Bestellabwicklung in Magento

Magento bietet - neben den bereits bekannten Vorzügen im Frontend - auch im Backend nützliche Features, die die komplette Bestellabwicklung einfach und komfortabel ermöglichen.

In vielen Fällen wird „nur“ die Shop-Funktionalität von Magento benutzt. Sobald die Bestellung eingegangen ist, erfolgt die weitere Abwicklung in anderen Systemen. Das ist zwar irgendwo verständlich, wenn diese Systeme bereits bestehen und bestens laufen. Wer allerdings mit seinem Online-Shop ein neues Geschäft aufbaut, sollte sich mit den Funktionalitäten beschäftigen, die Magento hier bereits mitbringt. Denn die komplette Abwicklung der Bestellung ist ebenfalls in Magento möglich. Rechnungen, Versandpapiere, Gutschriften, Magento erstellt alles druckfertig. Und auch die Dokumentation der bereits erfolgten und noch offenen Schritte ist im Back-End jederzeit möglich.

Erfolgt die komplette Bestellabwicklung in Magento, können natürlich auch die Statistik-Funktionen besser genutzt werden. Denn wenn Stornos in einem anderen System verarbeitet werden, hinkt die Verkaufsstatistik von Magento natürlich.

Für die Bestellabwicklung hat sich Varien ein Zustandsmodell überlegt, d.h. die Bestellung wird über Zustände wie ausstehend, Processing, Storniert, On Hold, Complete und Closed gesteuert. Eine Bestellung muss nicht zwangsläufig alle Zustände durchlaufen und darf von einem Zustand nur gewisse definierte Folgezustände erreichen. Die Liste aller Bestellungen kann natürlich auch nach den jeweiligen Zuständen gefiltert werden, so dass die Bearbeitung schnell und zielgerichtet erfolgen kann.

Und über die Änderung des Zustands wird auch sichergestellt, dass nichts verloren geht oder vergessen wird. Bestellungen können vorübergehend auf Eis gelegt und später reaktiviert werden. Das hält den Kunden sicherlich eher bei Laune, als wenn die Bestellung storniert und dann komplett neu angelegt werden muss.
Wenn nötig ist natürlich auch ein Storno möglich. Und wenn die Ware bereits versendet und bezahlt wurde, aber defekt ist oder nicht gefällt, erstellt Magento natürlich auch eine passende Gutschrift.

Was passiert, wenn ein Kunde mehrere Artikel bestellt, aber nicht alle auf Lager sind? Dann kommt die Teilrechnungsfunktion von Magento ins Spiel. Aus der Bestellung können die Artikel markiert werden, die im ersten Paket enthalten sind und über die dann logischerweise auch die erste Teilrechnung erstellt wird. Übrig bleiben die noch zu liefernden Produkte, die dann beim nächsten Mal verarbeitet werden können.

Auch um den Versand kümmert sich Magento. Die Versanddokumente können auf Knopfdruck erstellt werden und auch die Sendungsverfolgung ist möglich. So ist die Hotline bei allen telefonischen Anfragen von Kunden jederzeit auskunftsfähig, was die Kompetenz und Zuverlässigkeit des Anbieters sicher steigert.

A propos Hotline: Wenn es Stammkunden gibt, die immer wieder die gleichen Artikel bestellen, kann man diesen die Nachbestellungen erleichtern. Wenn sie bei der Hotline des Shopbetreibers anrufen, können die Mitarbeiter die letzte Bestellung aufrufen und ausgehend von dieser eine neue Bestellung eingeben. Da im Backend auch die Artikel zu sehen sind, die der Kunde zuletzt angesehen, verglichen oder auf seinen Wunschzettel geschrieben hat, kann sich möglicherweise sogar ein kleines Verkaufsgespräch ergeben, indem die Zweifel des Kunden ausgeräumt werden und er sich zu einer Bestellung seines Wunschartikels entscheidet.

Alle Möglichkeiten, die das Backend hier bietet sowie die richtige Bedienung werden im Magento Benutzerhandbuch von TechDivision beschrieben.