Mittwoch, 28. April 2010

Aus Facebook in Magento-Shops einkaufen

Facebook ist ja dieser Tage in aller Munde. Der Kampf mit oder gegen Google, die Zukunftsaussichten von Facebook und der "ominöse" Like-Button werden heftig diskutiert. Wenn es nach den Machern von Facebook geht, soll Facebook ja die eierlegende Wollmilchsau und den "one-and-only"-Einstiegspunkt ins Web darstellen.

Und so gibt es auch bereits einige Extensions, die Facebook und Magento-Shops näher zueinander rücken lassen wollen. Die nächste Extension aus dieser Reihe wird gerade von BeeShopy vorbereitet. Dem Facebook-User wird der Shop damit sozusagen frei Haus geliefert und er kann im Shop stöbern, ohne Facebook zu verlassen. Nur zum Checkout wird der Kunde in den eigentlichen Shop geleitet.
So könnte ein Shop aussehen:

Für den Shopbetreiber bedeutet das zunächst, dasss er eine Facebook-Seite anlegen muss, in der er seinen Shop einbindet. Danach kann er festlegen, welche Produkte und Kategorien in Facebook angeboten werden sollen. Derzeit ist dies nur für die Shopsoftware Shopify möglich. Aber Magento und weitere Shops werden in Kürze folgen.
Die Facebook-User haben den Vorteil, dass sie beim Shoppen die bekannten Funktionen aus Facebook nutzen können, also z.B. mit Freunden chatten und sich über ein Produkt austauschen. Genau das sind ja auch die Funktionen, die schon bestehende Extensions anbieten und dafür sorgen, dass das Online-Shopping nicht isoliert im stillen Kämmerlein stattfinden muss.

BeeShopy verspricht den Shopbetreibern ein sehr hohes Potenzial an neuen Kunden aus der großen Nutzerschar von Facebook. Das ist sicher kein leeres Versprechen, auch wenn es in jedem einzelnen Fall darauf ankommt, was der Shop im Angebot hat und inwieweit es sich mit der Nachfrage der Facebook-User deckt.
Aufgrund der Profile, die in Facebook bereits existieren und zukünftig nicht zuletzt mit dem Like-Button noch weiter verfeinert werden, ist anzunehmen, dass Facebook dazu übergehen wird, neue Shops zielgerichtet vorzuschlagen.
Die Extension wird auch detaillierte Statistiken über die Aktionen der Facebook-Shopper enthalten. Die sind natürlich interessant - für den Shopbetreiber, aber....sicher auch für Facebook. Es ist zwar nur eine Vermutung, aber wenn Facebook weiß, welche Produkte ein Facebook-Nutzer im Shop anschaut und kauft, lässt sich das Benutzerprofil sehr schön verfeinern - und für andere Zwecke nutzen.
Natürlich kann man dies wie immer von zwei Seiten sehen. Der eine sieht hier den gläsernen Surfer, der andere eine optimale Möglichkeit, eine definierte Zielgruppe ohne Streuverluste zu addressieren.

Letztendlich liegt die Entscheidung beim Nutzer, ob er sich lieber direkt im Shop bewegt oder auch zum Einkaufen in Facebook bleibt. Es wird beide Möglichkeiten geben, und Angebot und Nachfrage bestimmen die weitere Entwicklung. Es wird in jedem Fall seeeeeeeeehr spannend.....