Bei Shoptrainer.de hat es vor einiger Zeit einen Beitrag und eine längliche Liste mit Magento-Shops gegeben, die allerdings regelmäßig aktualisiert wird. Wir haben uns nun einmal die Zeit genommen, diese Shops mit einem kritischen Blick durchzuklicken. Ziel war es, eine Top 20-Liste der besten Shops - gemessen am Layout - zu erstellen. Aber wer die Prinzen finden will, muss viele Frösche küssen....
Letztendlich ist die Aufgabe aber geglückt und es konnten sich tatsächlich 20 Shops mit individuellem Layout aus dem großen Feld absetzen. In einzelnen Fällen war es sicher Geschmackssache, warum es der eine Shop in die Liste geschafft hat und der andere nicht. Aber es werden ja auch keine Preise vergeben, sondern es soll vielmehr gezeigt werden, was mit Magento alles möglich ist. Man sieht an den Beispielen, wie weit man sich vom Standard differenzieren kann und wie individuell ein Shop werden kann.
- 7Trends.de: Hier ist keine Verwandschaft zu Magento erkennbar.Das Layout ist in Form und Farbe individuell, und auch die Layered Navigation wurde aufgrund der unterschiedichen Größen der Kleidungsstücke individuell erweitert.
- Agitatto.com: Hier sieht man auf den ersten Blick nicht einmal, dass es sich um einen Shop handelt. Die Darstellung der Artikel ist stark auf das Produkt bezogen, und erst beim Checkout findet man das eine oder andere Element, das auf Magento hinweist - allerdings in eigenen Farben.
- 4fitness-shop.de: Der Shop ist an einigen untergeordneten Stellen durchaus als Magento-Shop erkennbar. Aber es werden zumindest andere Farben verwendet. Aber ansonsten ist das Layout individuell und ansprechend gestaltet.
- Ambiente-Fashion: Wer Mode verkauft, hat offensichtlich auch gewisse Ansprüche an das Layout seines Shops und stellt seine Produkte farblich und gestalterisch individuell dar. Lediglich bei der Registrierung und im Checkout verrät sich Magento - allerdings ebenfalls getarnt durch eine eigene Farbgebung.
- Artajo: Hier kommen ein individuelles Design und die ausgefallene Idee, Unikate verschiedener Künstler in einem Shop anzubieten, zusammen. Hinweise auf Magento erhält man auch hier erst bei der Registrierung und im Warenkorb durch die bekannte Anordnung der Felder, allerdings mit individueller Farbgebung.
- Asphaltgold: Auch hier trifft ein individuelles Layout im Bereich der Produktpräsentation auf die Standards bei Checkout und Registrierung.
- Beamer und more: Dieser Shop hat nicht nur ein individuelles Layout, sondern auch nützliche Übersichtsseiten für die unterschiedlichen Kategorien. Die Layered Navigation wurde in die Kopfzeile der Hauptspalte verlegt und mit Combo-Boxen ausgerüstet, da die Navigation die Randspalte voll belegt.
- Beck's: Eine bekannte Marke braucht natürlich einen individuellen Shop, dessen Farben und Formen beim Produktangebot keine Rückschlüsse auf Magento zulassen. Allerdings liegen auch hier die administrativen Seiten zumindest hinsichtlich der Anordnung der Felder nah am Standard.
- Bergcenter: Wer das Standard-Layout gewöhnt ist, wird sich auf der Produktdetailseite zunächst wundern, da die Produktbilder unten rechts zu finden sind. Aber die Anordnung hat was, ebenso wie die Darstellung auf den Produktdetailseiten
- Heinrich Schuhe: Dieser Shop wagt viele neue Wege, sowohl beim Layout als auch bei den Begriffen. Ob es allerdings geschickt ist, den Warenkorb als "Einkaufstüte" zu bezeichnen und den "in den Warenkorb"-Button durch den Text "will ich haben" zu ersetzen, kann diskutiert werden.Optisch fallen wechselnde Hintergründe und ansprechende Kategorieseiten positiv ins Gewicht.
- Designspotter: Neue Farben, Bilderlaufleisten und alternative Positionen lassen nicht mehr erkennen, dass es sich um einen Magento-Shop handelt. Sogar die Registrierungsseite wurde hier erstmals umstrukturiert.
- Dockers: Ein trendiger Shop für Herrenbekleidung, ausgestattet mit den Funktionen, die "Mann" wirklich braucht, aber dennoch benutzerfreundlich, intuitiv und mit modernen Möglichkeiten, Bilder zu vergrößern und zu bewegen.
- Flockstoff: Bekleidung und Regiestühle in vielen unterschiedlichen Farben können zusätzlich mit individuellen Texten oder Bildern versehen werden.Dazu kommt ein Hammer des Tages zu besonders günstigen Konditionen. Das ist nicht nur eine ausgefallene Idee, sondern auch kombiniert mit einem ansprechenden Shopdesign ein weiterer Beweis für die Vielfalt von Magento.
- Jack Wolfskin: Große Hintergrundbilder, viele transparente und nur ein Minimum an deckenden Hintergründen machen sofort Lust auf das Abenteuer unter freiem Himmel. Erst wenn man tatsächlich zum Kauf schreiten will, stellt man fest, dass man eigentlich noch gar nicht im Shop war. Denn zum Einkaufen wird man an die Shops der Landesgesellschaften verwiesen, die dann doch etwas nüchterner erscheinen.
- Kinderzimmerträume: In diesem Shop kann man wirklich ins Träumen kommen. Pastellige Farben und so nette Details wie ein echtes Preisschild geben eine individuelle Note und lassen das zugrunde liegende Standard-Layout vergessen.
- Kleine Waren: Ein Shop, der mit seinen Produkten eine Nische besetzt, kann es sich leisten, mit einem ungewöhnlichen Layout aufzutreten. Die Navigation mit einem Farbleit- und Balkensystem gehört ebenso dazu wie die Ausrichtung am linken Bildschirmrand und der Zurück-Button im Shop. Und da darf der Warenkorb dann auch getrost "Rappelkiste" heißen.
- La Mousson: Dieses Beispiel zeigt, dass sich Magento auch für Shops mit einem begrenzten Sortiment eignet, und wie man dies in einem ansprechenden Layout verarbeiten kann. Hier und da ist die Formatierung allerdings noch nicht ganz perfekt, d.h. die Tücken der Technik sind unabhängig von der Größe des Shops.
- Leofino: Ein Shop für Kindermode, der rundum gelungen ist. Das verspielte Layout passt zur (indirekten) Zielgruppe, bietet einige witzige Hingucker und ist mit einer intuitiven Benutzerführung kombiniert.
- Mohrmann-Market: Auch in diesem Shop findet man viele nette Layoutideen, die das Einkaufen zum kurzweiligen Vergnügen machen und zum Stöbern und Verweilen einladen.Selbst die Registrierung und der Checkout weisen ein individuelles Layout auf und tun der fast romantischen Einkaufsstimmung keinen Abbruch.
- Outdoor-Broker: Ein Produkt pro Tag in drei Kategorien - auch das geht mit Magento, noch dazu in einem Layout, das keine Rückschlüsse auf die Software zulässt. Zu den Hauptprodukten des Tages kommen verschiedene Sitesales. Der Shop bleibt aber insgesamt sehr schlank und übersichtlich.
Es versteht sich aber von selber, dass es wesentlich mehr Spaß macht, in einem ansprechenden, individuellen Shop zu stöbern als im soundsovielten Shop im nur geringfügig abgewandeltem Standard-Layout. Dabei will ich gar nicht abstreiten, dass hier möglicherweise vom Layout auf den Shop als Ganzes geschlossen wird. D.h. wenn sich jemand nicht mal die Mühe macht, ein individuelles Layout zu verwenden, ist ihm der Shop wohl gar nicht so wichtig. Und welche Bedeutung wird dann dem Kunden beigemessen?
Aber das ist ein anderes Thema für einen anderen Blogbeitrag.

4 Kommentare:
Ihrem Fazit kann ich nicht zustimmen. Wir machen die Erfahrung, dass Kunden wenig Interesse daran haben, sich in jedem Shop wieder an ein neues Layout zu gewönnen. Im Gegenteil, ebay, Amazon usw. sind u.a. deswegen so beliebt, weil man in einer gewohnten Umgebung kauft. Auch eine Erfahrung die wir machen, bei Agenturen steht das Layout im Vordergrung, man will sich vom Mitbewerber absetzen, eine Referenz schaffen, seht her, was ich kann.
Ein schöner Shop ist schön, aber macht er dem Kunden den Einkauf so funktionell wie möglich? Sind die Ladezeiten ok oder sollte man besser min. 16.000er DSL haben, damit die Aufbauzeiten erträglich sind. Wieviele Plugins brauche ich und was muss alles erlaubt sein, damit auch jedes Gimmick funktioniert?
Ich finde es besser, wenn Shops sich in den wesentlichen Funktionen gleichen, zum Wohle des Kunden. Außerdem, der Hersteller des Shops wird sich ja auch etwas dabei gedacht haben. Warum das Rad jedesmal neu erfinden? Da gäbe es sicher andere Baustellen, wo noch eine Menge zu erledigen wäre.
Eine eigenes Corporate Design ist ok, aber den Shop so zu verfremden, dass man die Funktionen suchen muss, lehne ich ab.
@Michael Vieten: Die Regeln der Usability müssen natürlich gewahrt werden - das ist ganz klar. Und auch ein individuelles Layout sollte die wichtigsten Funktionsbuttons bzw. Links an den Stellen enthalten, wo es die Webuser über die Zeit gelernt haben und auch erwarten.
Dennoch gibt es Produktgruppen, bei denen der Einkauf nicht nur funktionell sein soll, sondern auch Spaß machen soll, so wie es einige in stationären Läden suchen.
Was jeweils angemessen ist, muss im Einzelfall ermittelt werden.
Vielleicht passt unser neuer Shop dort auch noch auf die Liste.
http://www.puretea.de/tee-shop/
Dankeschön für die vielfältigen Designbeispiele! Eine Ergänzung kann ich mit http://prediger.de bieten. Ich halte das Layout für eine sehr gelungene Abwandlung des Magento-Standards, insbesondere im Checkout. Die übersichtliche Seitenaufteilung und prägnante Anordnung wichtiger Funktionen ist der Benutzerfreundlichkeit sicherlich dienlich.
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