Sonntag, 4. Juli 2010

Magento 1.4.1.0 - Das ist Neu

Vor wenigen Wochen hat Varien mit Magento 1.4.1.0 ja wieder ein Update der Community Edition von Magento nachgeschoben, bei dem einiges an neuen Features und Bugfixes enthalten ist.

Dabei bestehen die größten Änderungen im Redesign einiger Template Files sowie im Bereich Payment und Billing. Nachfolgend ein Überblick einiger weiterer neuer Features und Bugfixes:

  • Möglichkeit zur Anwendung statischer URLs für Medien im WYSIWYG Editor sowie im Bild Browser

  • URL Rewrite History: Möglichkeit automatische Rewrites mit einer Umleitung von alter zu neuer URL einzurichten, falls die Produkt-URL geändert wird

  • Ausschluss von Kategorien aus dem Navigationsmenü

  • Integration der Anzeige von Restbeständen („Nur noch X Artikel vorrätig“)

  • Upgrade des TinyMCE Editors auf Version 3.3.2

  • Verbesserte PayPal-Integration einschließlich wiederkehrender Zahlungen sowie Zahlungsvereinbarungen

  • Änderung der Datenbankstruktur des Sales Modules von EAV zu Flat Tables

  • Integration der 3D Secure Validierung für Maestro International und JCB Karten

  • Refactoring des Onepage Checkouts 

  • Diverse Optimierungen und Anpassungen im Bereich der Reports

  • sowie weitere code-seitige Verbesserungen und Optimierungen


Für Shopbetreiber empfiehlt sich das Update in unseren Augen in jedem Fall, da doch einige nützliche Erweiterungen und Verbesserungen berücksichtigt wurden.
Hier sollte man jedoch in jedem Fall etwas Zeit einkalkulieren und das Update – was man im übrigen bei jeglichem Update machen sollte – zuerst auf einer Testumgebung ausprobieren und vorab in jedem Fall eine Datensicherung durchführen.

Zum Thema Update aus aktuellem Anlass vielleicht noch ein paar Worte: Magento ist grundsätzlich in jedem Fall updatefähig. Dies funktioniert grundsätzlich allerdings nur dann, wenn man sich an einige Programmierkonventionen hält und nicht „wild“ im Programmcode stochert. Selbst bei einer perfekt umgesetzten Magento-Lösung sollte man jedoch nicht unbedingt davon ausgehen, dass das Update mit einem Mausklick getan ist und das Ganze vom Shopbetreiber selbst – ohne jegliche Programmierkenntnisse – durchgeführt werden kann. Hier sollte man fairerweise immer etwas Zeit und vor allem Softwarekenntnisse mitbringen um etwaige böse Überraschungen zu vermeiden.

Jetzt könnte man natürlich argumentieren, dass ja immer angeführt wird, dass Magento updatefähig ist – was ja auch durchaus stimmt - und demnach doch eigentlich alles "in Butter" sein sollte. Dennoch wird’s selbst mit der besten Softwarearchitektur bei Updates immer mal wieder zu Änderungen kommen müssen, die dann einen manuellen Eingriff erfordern. Selbst bei einem „Massenprodukt“ wie Wordpress kann der eine oder andere User da sicherlich ein Lied davon singen. Bei einem noch komplexeren Projekt wird das Ganze dann natürlich nicht einfacher...


Insofern der Rat an alle Magento-Shopbetreiber im Falle eines Updates:
  1. Gehen Sie an ein Update immer mit einer gewissen Vorsicht und entsprechenden Vorkehrungen (Testumgebung + komplette Datensicherung) heran. 
  2. Wenn Ihnen die entsprechenden Programmierkenntnisse sowie tiefgreifendere Kenntnisse der Softwarearchitektur von Magento fehlen, sollte sie auf einen entsprechenden Fachmann bzw. eine Agentur zurückgreifen.