Mittwoch, 31. März 2010
Was Shopbetreiber beim Einsatz von Kundenbewertungen beachten sollten
Weil Kundenbewertungen das Vertrauen potenzieller Käufer in den Online-Shop stärken sollen, sollte sich der Shopbetreiber sehr gut überlegen, ob er eine eigene Lösung einsetzt oder doch lieber auf die Lösung eines externen Anbieters vertraut. Denn jedes Bewertungssystem steht und fällt mit der Glaubwürdigkeit der gesammelten Kundenmeinungen.
Zudem müssen externe Lösungen zur Kundenbewertung nahezu ohne großen Aufwand mit einer Vielzahl von Shopsoftware-Lösungen kompatibel sein. Der technische Aufwand muss sich für den Shopbetreiber in Grenzen halten. Damit ist natürlich auch klar, dass externe Kundenbewertungs-Tools sowohl mit Software von der Stange als auch mit OpenSource-Lösungen, wie etwa Magento funktionieren müssen.
Um Kundenbewertungen für den nachhaltigen Geschäftserfolg einsetzen zu können, sind jedoch einige Dinge zu beachten.
1. Glaubwürdigkeit der Bewertungen
Wie Usability-Guru Johannes Altmann in der Internet World treffend zusammengefasst hatte, gibt es folgende Kriterien für die Glaubwürdigkeit eines Bewertungssystems:
Kundenmeinungen müssen echt sein und dafür muss der Anbieter geradestehen. So sollten Meinungen durch eine zusätzliche E-Mailbestätigung aktiviert (Double Opt-in) und durch den Anbieter auf Plausibilität und Seriosität überprüft werden.
Auch negative Meinungen sollten ihren Weg in die Bewertung finden, denn nur positive Meldungen erscheinen unglaubwürdig - niemand ist perfekt.
Der Einsatz eines neutralen externen Bewertungssystems erfreut sich daher im Vergleich zu shopinternen Systemen zunehmender Beliebtheit.
2. Bewertungen einsammeln
Natürlich sollten so viele Bewertungen wie möglich eingesammelt werden können, um einen echten Nutzen von Kundenbewertungen erhalten zu können. Somit bietet sich eine Integration in bestehende Systemmails des jeweiligen Shopsystems an. Zudem ist natürlich der optimale Versandzeitpunkt der Mail zur Bewertungsaufforderung ebenfalls enorm wichtig. Viele Shopbetreiber integrieren die Bitte zur Bewertung in die Bestellbestätigungsmail. Das ist jedoch nicht unbedingt optimal, da der Online-Käufer die Ware und die Lieferung zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht bewerten kann. Somit bietet sich das Einholen der Bewertung zu einem Zeitpunkt nach der Lieferung an.
Für die e-Mail, in der der Nutzer um sein Urteil gebeten wird, gelten ähnliche Regeln, wie für den Newsletterversand: Eine persönliche Ansprache ist goldwert. Tipp: Sprechen Sie gegenüber dem Nutzer von "Empfehlung" statt von "Bewertung".
3. Bewertungen richtig auswerten
Erhaltene Bewertungen müssen richtig ausgewertet werden können. Hierbei gilt es zu unterscheiden zwischen losem Kundenfeedback, welches nur zur eigenen Prozessoptimierung verwendet werden kann, und "echten" Bewertungen mit direktem Kundenbezug, die analysiert und bearbeitet werden müssen.
Viele Bewertungssysteme sind eindimensional ausgelegt, was eine für den Shopbetreiber aussagekräftige Analyse oft erschwert. Besser ist, wenn mehrere Kriterien - wie beispielsweise Lieferzeit, Qualität der Ware, Kundenservice usw. - vom Online-Käufer bewertet werden können. Dadurch wird eine zielgerichtete Optimierung der eigenen Prozesse im Shop wesentlich vereinfacht.
Zudem gelten Erinnerungsfunktionen wie beispielsweise E-Mail Alerts oder eine RSS-Funktionalität, die den Shopbetreiber automatisch an neu erhaltene Bewertungen erinnern, beliebt.
4. Bewertungen zur Shop-Optimierung nutzen
Binden Sie Ihre Kunden mit in die Optimierung Ihres Shops ein, denn die besten Ideen kommen oftmals aus der Community. Sammeln Sie Ideen Ihrer Kunden und wägen Sie ab, was man davon wirklich verbessern kann.
Durch Kundenbewertungen lassen sich beispielsweise problemlos Fehler in Ihrer Website oder im Bestellprozess aufdecken, die Ihnen vielleicht gar nicht aufgefallen sind. Ihren Kundenservice verbessern Sie oftmals allein schon dadurch, dass Sie sich mit dem Kundenfeedback auseinandersetzen und entsprechend darauf reagieren. Fehler bei einem Drittanbieter - bspw. Ihrem Versandpartner - können durch Kundenfeedback einfach und effizient aufgedeckt werden. Ähnlich verhält es sich mit Ihrem Produktangebot. Wenn negative Produktbewertungen zu einem bestimmten Artikel auftauchen, könnte ein Gespräch mit dem Lieferanten sinnvoll sein.
5. Spezialfall: Negative Bewertungen
Einige Shopbetreiber scheuen vor dem Einsatz eines Bewertungstools oftmals zurück, da sie Angst vor negativem Feedback haben. Vorher sollte man sich jedoch die Frage stellen, was man unter negativer Kritik eigentlich zu verstehen hat. Sie sollten unterscheiden zwischen berechtigter konstruktiver Kritik sowie unberechtigter Kritik, Spam oder dem Fall, dass sich jemand im Ton vergreift. Auf konstruktive Kundenmeinungen sollte man eigentlich immer antworten: Eine sachliche und freundliche Reaktion ist dabei selbstverständlich. Durch eine professionelle Reaktion kann man oftmals Kritik recht schnell entkräften. Für gemachte Fehler sollten sich Online-Händler natürlich auch nicht zu Schade sein eine Entschuldigung auszusprechen und den Fehler zu korrigieren.
Wenn Sie als Shopbetreiber Ihre Kunden ernst nehmen und ihnen dies auch durch ein professionelles Beschwerdemanagement auch signalisieren, können sich so manche Probleme schon nach zwei bis drei Tagen nach der Bewertungsabgabe von selber lösen. Denn Probleme bezüglich der Lieferung oder der Usability im Shop, sind oftmals durch den Erhalt eines tollen Produktes schnell vergessen.
Dies unterstreicht auch die Studie "Eine Entschuldigung sagt mehr als jeder Gutschein". Sie besagt, dass eine persönliche Entschuldigung bei 44 Prozent der eBay-Kunden, die eine schlechte Bewertungen abgegeben haben, eine Korrektur der Bewertung hervorgerufen hat. Hingegen hätten bei Vergabe eines 5-Euro Gutscheins - gleichsam als monetäres Trostpflaster - nur 22 Prozent ihre Bewertung korrigiert.
6. Bewertungen als Marketingtool nutzen
Nachdem die Bewertungen analysiert und zur Verbesserung des eigenen Kundenservices eingesetzt wurden, bietet es sich natürlich auch an mit den erhaltenen Bewertungen zu werben. Denn das Prinzip der Testimonials und Empfehlungen hat sich die letzten Jahren auch im Online-Handel bewährt.
Die meisten Kundenbewertungssysteme bieten die Veröffentlichung von Kunden-Feedback im Online-Shop direkt in Form eines Widgets an. Dies hat den großen Vorteil, dass Neukunden bereits beim ersten Besuch des Shops die Meinungen anderer Käufer wahrnehmen. Der Neukunde kennt Ihren Shop nicht und ist in der Regel froh, dass andere Kunden problemlos in Ihrem Shop eingekauft haben. Platzieren Sie die Bewertungen somit auf den Einstiegsseiten ihres Shops. Dies muss nicht immer nur die Startseite sein. Viele Besucher kommen zum Beispiel hoffentlich auch über Google direkt auf Ihre Produktdetailseiten.
Geheimtipp: Das öffentliche Kommentieren negativer Bewertungen zeigt Ihren Kunden, dass Sie sich mit den Problemfällen in Ihrem Shop auseinandersetzen. Dementsprechend können negative Bewertungen schnell auch einen positiven Effekt erlangen. Zumal null negative Bewertungen sowieso den meisten Online-Käufern als unwahrscheinlich erscheinen und somit das Vertrauen mindern.
7. Kunden zu Fans machen
Aktives Beschwerdemanagement macht aus unzufriedenen Kunden oftmals einen wiederkehrenden Besucher und im besten Fall einen treuen Stammkunden. Denn Kunden, die sich mit ihrer Kritik ernst genommen fühlen, sind Ihnen gegenüber anschließend meist sehr positiv eingestellt und entwickeln häufig sogar eigene Verbesserungideen.
In Zeiten von Web3.0 und Social Media sollte jedem klar sein, dass der Kunde von seinem Mitspracherecht Gebrauch machen möchte - ob der Shopbetreiber es möchte oder nicht. Also sollte der Shopbetreiber dem Kunden die Möglichkeit geben dies an zentraler Stelle zu tun, bevor er es an anderer Stelle möglicherweise unkontrolliert geschieht.
Dazu gehören sicherlich auch Kanäle wie Twitter und Facebook. Sicher gab es schon einen Kunden der sich dort positiv oder negativ über ihren Shop geäußert hat, soviel ist sicher. Ein Twitter-Profil und eine Facebook-Fanpage sollten also zur Standard-Ausrüstung gehören und machen am Ende des Tages gar nicht soviel Aufwand wie von vielen befürchtet.
Fazit
Kundenbewertungen sind für Shopbetreiber ein großes Trendthema und führen nachhaltig zu mehr Umsätzen. Das hat beispielsweise das Kölner Wirtschaftsinstitut ECC Handel herausgefunden. Bis zu 40 Prozent Umsatzsteigerung sind damit drin.
Wer die 7 Tipps beachtet, ist schon auf dem halben Weg. Die andere Hälfte steuert der Anbieter einer Kundenbewertungslösung bei. Trusted Shops hat sein Kundenbewertungssystem extra auf die Bedürfnisse von Magento-Nutzern abgestimmt und bietet die Einsteigerversion kostenlos zum Download an. Ein ausführliches Integrationshandbuch unterstützt die schnelle und problemfreie Einbindung in den Online-Shop.
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Sonntag, 28. März 2010
eStrategy - Die zweite Ausgabe erscheint am 31.03.2010
Ab 31.03.2010 steht die zweite Ausgabe des eStrategy-Magazins zum kostenlosen Download bereit. Auf über 120 Seiten werden wieder aktuelle News, Tipps und Tricks rund um die Themen eCommerce, Online-Marketing und Web-Entwicklung beleuchtet.
Beim eStrategy-Magazin handelt es sich um ein quartalsweise erscheinendes, kostenloses Magazin das von der Online-Agentur TechDivision initiiert wurde. Erfahrende Autoren und Experten beleuchten dabei Trends, geben Hilfestellungen und Tipps und erklären anhand von Tutorials Problemstellungen.
Die erste Ausgabe des eStrategy-Magazins erschien mitte Dezember 2009 und wurde inzwischen an die 5.000 mal heruntergeladen. Dabei war das Feedback der Leser durchweg sehr positiv. Insofern haben sich die Macher auch bei der zweiten Ausgabe nicht Lumpen lassen und einige hochkarätige Autoren gewinnen können, die einmal mehr einen sehr spannenden Themenquerschnitt abgeben. Hier dürfte daher für jeden Shopbetreiber, Webentwickler bzw. eCommerce-Interessierten etwas dabei sein.
Abgerundet wird das Ganze durch ein attraktives Gewinnspiel: Unter allen Lesern, die das eStrategy-Magazin bis 30.04.2010 kostenlos downloaden werden 5x2 Karten für die kommende Ausgabe der Meet Magento am 31.05./01.06. in Leipzig inkl. Hotelübernachtung verlost. Insofern kann sich das Lesen der eStrategy doppelt lohnen!!!
Nachfolgend schon mal vorab ein Themenüberblick der kommenden Ausgabe:
News
- Newsticker
- Buchempfehlungen
- Meet Magento 2010
- Die besten Magento Extensions - Teil 2
- Webanalytics - Die nächste Generation des Web-Controllings
- Zahlungsmethoden im Web - ein Marktüberblick
- Usability Optimierung von Online-Shops - So holen Sie noch mehr aus Ihrem Shop
- So teuer ist eCommerce - Kosten beim Aufbau & Betrieb eines Onlineshops
- ECC-Shopmonitor - 1. Quartal 2010
- Interview mit dem Intershop-Vorstand über Open Source und die Zukunft des eCommerce
- Mobiles Internet - Neue Chancen und Herausforderungen für Shopbetreiber
Recht
- Abmahngefahr! Die größten rechtlichen Haftungsfallen für Shopbetreiber
- Google Analytics im Visier der Datenschützer
- Vorsicht heiß! Rechtliche Fallstricke bei Google Adwords
Development
- Performance-Optimierung für Magento - so wird ihr Magento-Shop richtig flott
- Faett.net - Magento Connect 2.0?
- Extending Magento - Build- und Deploymentprozess Teil 2
Online-Marketing
- Adwords für Einsteiger - Die richtige Kontostruktur
- SEO für Einsteiger - Grundlage der Onpage-Optimierung
- Google besser verstehen - Die (angeblichen) 200 Rankingfaktoren
- eCommerce 2.0 - So profitieren Sie von Twitter, Facebook & Co.
Mehr Infos gibt´s auf der Webseite unter www.estrategy-magazin.de. Viel Spaß beim Lesen!!!
Magento – Ein Blick aus der Vergangenheit in die Zukunft
Als im Sommer 2007 die ersten Anzeichen einer neuen eCommerce-Plattform zu hören waren, war – und hier kann ich nur für uns bzw. den deutschen Markt sprechen – das Interesse bereits zu Beginn sehr groß. Selbst ohne anfangs genauere Infos über das Produkt zu haben. Die bisherigen Open Source Lösungen im eCommerce-Segment hatten (allem Anschein nach) einfach zu vielen Macken, waren wenig flexibel und teilweise schlicht und ergreifend in die Jahre gekommen.
Im September 2007 konnte man dann erstmals einen Blick auf die erste Alpha-Version der Magento genannten Shopsoftware werfen. Dabei waren die ersten Reaktion größtenteils überschwänglich: Der neue Star im Bereich Open Source eCommerce Software war anscheinend geboren. Wenngleich sich bereits zu Beginn erste kritische Stimme erhoben und die Komplexität bzw. insbesondere die Performance bemängelt, die – bedingt durch die Software-Architektur – Anfangs in der Tat alles andere als berauschend war.
Varien kündigte dann zum Jahresende 2007 an, dass am 31.03.2008 das erste Stable-Release von Magento verfügbar sein wird. Ob diese Ankündigung richtig oder falsch war lässt sich im Nachhinein kaum mehr beurteilen. Fakt war und ist jedoch, dass die Nachfrage bzw. der Hype nach Magento dadurch erst Recht angefacht wurden. In einem Gespräch mit Roy Rubin vor gut einem Jahr war seine Aussage hierzu dann auch durchaus ehrlich, dass die letzten Wochen vor dem Release extrem waren und die Zeit hier fast ausschließlich im Büro verbracht wurde um den Termin halten zu können. Der Termin wurde auch gehalten und der Siegeszug von Magento begann jetzt richtig.
War bereits die Nachfrage nach den Beta-Versionen sehr groß, so kam mit der Veröffentlichung von V1 nochmals richtiger Schwung „in die Bude“. Anfangs hatten die Software – was auch nicht anders zu erwarten war – doch noch mit einigen Kinderkrankheiten zu kämpfen, doch das Varien-Team arbeitete unbeirrt an der Verbesserung von Magento und „stampfte“ gerade in der Anfangsphase mit enormer Schlagzahl neue Releases mit Bugfixes und Verbesserungen aus dem Boden. Insbesondere das Thema Performance, das Anfangs einer der Hauptkritikpunkte war, wurde mit großem Nachdruck angegangen, so dass hier mit den folgenden Releases signifikante Verbesserungen erreicht werden konnte und hinter das Thema Geschwindigkeit ein Haken gesetzt werden konnte. Zu beachten ist hierbei jedoch immer, dass Magento aufgrund des gewählten Programmieransatzes nie die Performance eines OSCommerce erreichen wird, da hier einfach ein gewisser „Overhead“ mitläuft. Bei vernünftiger Hardware und entsprechender, softwareseitiger Optimierung lassen sich inzwischen jedoch durchaus sehr gute Performancewerte erzielen.
Magento war ja immer als Open Source Projekt angelegt. Anfang sah das Geschäftsmodell von Varien noch vor, dass der nötige Umsatz über Support und Consultingleistungen erbracht werden sollte. Hier musste man in der Praxis jedoch recht schnell feststellen, dass der Markt zwar nach einer deartigen Open Source Lösung geradezu gelechzt hatte, jedoch nur bedingte Bereitschaft zur Zahlung für Support- und Consulting-Leistungen vorhanden war. In jedem Falle nicht genug, um die finanzielle Absicherung von Varien zu gewährleisten. Dies war sicherlich mit ein Grund, warum man sich im Frühjahr 2009 entschloss mit Magento Enterprise eine kostenpflichtige Version zu starten, die sich von der kostenlosen Community Edition durch erweiterten Funktionsumfang und umfangreiche Support- und Garantieleistungen unterscheidet.
Ausgangsbasis bildet dabei nach wie vor die Open Source Version, die im Falle der Enterprise-Version dann jedoch „aufgebohrt“ wird.
Mit Bekanntwerden dieses Ansatzes gab es Anfangs natürlich durchaus kritische Stimmen, die vermuteten, dass dies das Ende des Open Source Ansatzes sei und Varien jetzt ins Lager der Anbieter von proprietärer Software wechselt. Dies hat sich bislang jedoch als unbegründet erwiesen. Und Roy Rubin hat erst in einem kürzlichen Interview wieder die Bedeutung des Open Source Ansatzes unterstrichen und darauf hingewiesen, dass Varien und das Geschäftsmodell dahinter, auf diesem Ansatz aufbauen.
Um den Open Source und Community Gedanken auch weiterhin voran zu treiben (von dem Varien in der Folge natürlich auch nur profitieren kann) wurde im Frühjahr 2009 das sog. CAB (Community Advisory Board) eingeführt. Hierbei handelt es sich um ein Gremium aus Magento Community Manager, Mitarbeitern von Varien und eCommerce Experten, die die Anforderungen der Community bewerten, abgleichen und entsprechende Maßnahmen (insbesondere im Bereich Weiterentwicklung) ergreifen. Zugleich wird versucht, den direkten Kontakt zur Community zu suchen um möglichst nah am Puls der Zeit zu sein und so möglichst zielgerichtet auf die Anforderungen der Community reagieren zu können. Wen´s interessiert hier die Termine für die CAB-Meetings 2010:
19. April
17. Mai
21. Juni
19. Juli
23. August
20. September
18. Oktober
22. November
20. Dezember
An diesen Terminen werden dann die jeweiligen Tagesordnungspunkte diskutiert, die von den CAB-Mitglieder bzw. von den Community-Mitglieder an die CAB-Mitglieder weitergegeben wurden. Im Anschluss wird das CAB für alle interessierten geöffnet um in direkten Kontakt mit den Entscheidern treten zu können.
Einen Beitrag über Ergebnisses des letzten CAB findet man man im offiziellen Magento-Blog.
Mitte März 2010 platzte dann eine (positive) Bombe. Varien verkündete eine Finanzspritze von 22,5 Mio. Dollar. Mit diesem Budget im Rücken, möchte man zukünftig versuchen, die Marktposition von Magento weiter auszubauen wobei, hier bereits diverse Ideen und Ansätze durchs Web „geistern“. So hört man hier immer wieder die Themen Mobile Commerce, SAAS und Schulungen/Training.
In einem kürzlichen Interview erklärte der frühere MySpace Product Manager Tim Schulz, der inzwischen als Magento Senior Product Manager maßgeblich für die Weiterentwicklung der Shopsoftware zuständig ist, dass man sich in den Wachstumsbereichen des eCommerce positionieren und so zur größten eCommerce Plattform weltweit aufsteigen möchte.
Mit der oben genannten Finanzspritze, dürfte zumindest ein erster Schritt dazu getan sein. Wer hier als Geldgeber fungiert, wurde offiziell nicht genannt. Aufgrund der Vergangenheit und diversen Aussagen von Roy Rubin ist hier einer der heißesten Kandidaten jedoch PayPal. Varien kooperiert hier bereits seit den Anfängen und erst kürzlich wurde von beiden Seiten unterstrichen, dass man die Zusammenarbeit künftig weiter intensivieren möchte um PayPal mit Hilfe von Magento einem noch breiteren Zielpublikum näher bringen zu können. Darüber hinaus wurde bekannt gegeben, dass man im Bereich der Produktentwicklung zukünftig ebenfalls noch enger zusammenarbeiten möchte.
Das Ganze kann natürlich durchaus als Win-Win-Situation betrachtet werden. Varien profitiert von einer noch besseren Payment-Integration (sowie einer entsprechenden Finanzspritze) und PayPal erhält direkten Zugang zu einer sehr großen Anzahl potentieller Kunden. Bingo!
Spannend bleibt es auch im Bereich der Extensions. Magento hat mit Magento Connect zwar einen Marktplatz mit ca. 2.000 Extensions in der Tasche, das Ganze kämpft jedoch seit dem Start noch mit etlichen Kinderkrankheiten. So wurde in der Vergangenheit bereits sehr häufig das Thema Übersichtlichkeit und Kategorisierung angesprochen. Zudem fällt die Installation von kostenpflichtigen Modulen im Moment doch noch etwas umständlich aus, da Magento Connect hier lediglich als eine Art Schaufenster dient, aus dem dann an die jeweiligen Anbieter verlinkt wird. Hier arbeitet Varien nach eigenen Aussagen derzeit an einer neuen Version – Magento Connect 2.0. Wann diese Version verfügbar ist und mit welchen Features man hier rechnen kann, darüber lässt sich derzeit jedoch nur spekulieren. Das Thema dürfte für Varien jedoch (auch strategisch) durchaus seine Wichtigkeit haben.
Insofern bin ich wieder mal auf die Entwicklung in den nächsten Monate gespannt. Eines kann man inzwischen jedoch felsenfest behaupten. Magento ist ein fixer Bestandteil im weltweiten eCommerce geworden, dessen Position sich – trotz einige Unkenrufe in der Anfangszeit – stetig verbessert und ausgeweitet hat. Als Shopbetreiber setzt man – entsprechendes Budget und Ernsthaftigkeit vorausgesetzt - mit Magento daher mit großer Wahrscheinlichkeit auf das richtige Pferd!





