Auf dem offiziellen Magento-Blog wurde ein Beitrag mit dem Titel „The Future of M“ veröffentlicht. Hierbei geht es um eines der spannendsten Wachstumsfelder im Webumfeld – Mobile Commerce – also den Internethandel via Smartphone.
Vor geraumer Zeit wurde ja bereits eine iPhone App für Magento vorgestellt und steht im Appstore kostenlos zum Download bereit. Mit dieser App, können Shopbetreiber wichtige Kennzahlen wie z.B. Verkäufe über ihr iPhone jederzeit einsehen und prüfen. Hierbei handelt es sich um einen durchaus spannenden ersten Ansatz, mit Mobile Commerce hat das jedoch noch recht wenig zu tun.
Jetzt hat Varien bekannt gegeben, dass der Bereich mCommerce – also der mobile Handel – das nächste große Thema im Magento-Umfeld sein wird und man mit Hochdruck an diesem Umfeld arbeitet. Mehr Informationen dazu sind derzeit noch nicht zu entlocken – nur soviel dass Ende Mail/Anfang Juni auf der kommenden Meet-Magento in Leipzig das Geheimnis gelüftet werden soll. Es wurde hierzu jedoch eigens eine Webseite eingerichtet, die das Thema begleiten wird. Man darf in jedem Fall gespannt sein, was sich die Varien-Jungs wieder ausgedacht haben.
Beim Mobile Commerce handelt es sich vielmehr um die Transformation des bisherigen eCommerce, der über Desktop-Applikation abgewickelt wird, hin zu einer – wie der Name bereits vermuten lässt – mobilen Variante, die mit Hilfe eines Smartphones bewerkstelligt wird. Dabei wird das Mobile Commerce Potential von Mary Meeker, Managing Direktorin von Morgan Stanley, 10 mal höher als das Potential im „klassischen“ Web eingestuft. Eine der Kernaussagen auf der Web2.0 Summit in San Francisco hierzu war „entweder man ist hier dabei oder man verliert den Anschluss“.
Getrieben wird das Thema Mobile Commerce insbesondere durch Steve Jobs neue Definition eines Mobiltelefones – dem iPhone. Durch das iPhone wurde mobile Webnutzung erst richtig möglich und die User ließen sich hier nicht zweimal bitten, wie die nachfolgende Grafik verdeutlich.
57 Mio. iPhone User sind zwar schon mal eine Ansage, wenn man sich den folgenden Chart jedoch vor Augen führt, wird schnell klar, dass hier noch mehr als genug Luft nach oben vorhanden ist. So verfügt Deutschland derzeit über eine Marktabdeckung von gerade mal 12% im Bereich der Smartphones.
Dass Mobile Commerce funktioniert beweisen wieder einmal zwei feste Größen in der Internetwelt – Amazon und Ebay. Für beide Plattformen gibt es bereits seit geraumer Zeit iPhone Apps – und die Dinger funktionieren wie Hölle! Insbesondere im Falle von Amazon ist es schon fast erschreckend wie einfach, schnell und vor allem beinahe überall man einkaufen kann. Das Ganze funktioniert noch leichter als im „klassischen“ Amazon-Shop. Dabei darf man nicht vergessen: Sein Handy hat man immer dabei.
Beispiel: Man sitzt im Wartezimmer und blättert Zeitschriften durch. Hier stößt man auf einen Artikel oder eine Anzeige mit interessantem Inhalt. Iphone raus, Amazon aufgerufen oder gegoogelt, geklickt, in den Warenkorb gelegt, bezahlt (mit einem Klick) und das war´s..... Eltern sollten zukünftig noch vorsichtiger bei Ihren Schützlingen werden....
Welches Potential im mobilen Web bzw. mobilen Handel steckt lässt sich nur erahnen. Wenn man jedoch den Zahlen von eBay Glauben schenken darf, dann wurde die eBay iPhone App bislang mehr als 5 Mio. mal heruntergeladen und diese Kunden haben einen Umsatz von ca. 500 Mio. Dollar für eBay erwirtschaftet. Für 2010 erwartet eBay im Bereich Mobile eine Verdreifachung auf 1,5 Mrd. Dollar!!!!
Wir dürfen gespannt sein....


