Natürlich bieten Online-Shops von Haus aus eine Suchfunktion an - so auch Magento. Aber nicht immer ist diese Suchfunktion wirklich so hilfreich für die Kunden wie sie es sein sollte oder könnte. Neben etlichen Extensions, die hier Alternativen anbieten, gibt es nun auch etwas Neues aus dem Hause Google: Die Google Commerce Search 2.0.
Laut Google suchen 71% der Kunden im Shop mit Schlüsselwörtern nach einem Produkt. Was passiert, wenn sie dabei nicht das Gewünschte finden, kann sich jeder selber ausmalen.
Die Google Commerce Search 2.0 soll so benutzerfreundlich und schnell wie die Google-Suche im Web sein.
Im Gegensatz zur Websuche, bei der Google die Reihenfolge der Ergebnisse bestimmt, hat der Shopbetreiber hier natürlich alle Möglichkeiten, die Reihenfolge der Suchergebnisse und ihr Aussehen zu beeinflussen. Das "Merchandising Dashboard" ist die Schaltzentrale, in der auch die Anordnung in der Filternavigation festgelegt werden kann. Dort stehen Felder zur Verfügung, über die individuelle Regeln festgelegt werden können. Es besteht aber auch die Möglichkeit, Gruppierungen automatisch auf Basis der Suchanfrage und von Ergebnissen zusammenzustellen.
Dass nach Eingabe der ersten Buchstaben in das Suchfeld eine Auto-Vervollständigung erfolgt, ist inzwischen kaum noch etwas Besonderes, aber natürlich auch in der Google Commerce Search enthalten.
Weit interessanter ist die Möglichkeit, Marketingaktionen über die Suche durchzuführen. Spezielle Produkte können für einen festgelegten Zeitraum an prominenter Position in den Suchergebnissen dargestellt werden.
Die Auswertung der Suchanfragen und Klicks ist ebenfalls eine wichtige Aufgabe, die den Weg zu weiteren Verbesserungen frei machen kann. Die Google Commerce Search 2.0 unterstützt die Shopbetreiber auch in diesem Bereich mit wertvollen Daten.
Einen ersten Einblick in die Suche und ihre Möglichkeiten vermittelt Googles Video, in dem es allerdings ziemlich flott zugeht:
Leider ist die Produktsuche mit Google nicht kostenlos. Das Preismodell beginnt bei $ 25.000/Jahr und ist von der Anzahl an Artikeln und Suchanfragen abhängig. Bei größeren Shops werden diese Kosten aber sicher rasch durch die erhöhten Umsätze amortisiert - zumal andere fortschrittliche Suchmodule auch nicht zum Nulltarif zu haben sind.
Freitag, 9. Juli 2010
Suchen im Shop mit Google Commerce Search 2.0
Sonntag, 4. Juli 2010
Magento 1.4.1.0 - Das ist Neu
Vor wenigen Wochen hat Varien mit Magento 1.4.1.0 ja wieder ein Update der Community Edition von Magento nachgeschoben, bei dem einiges an neuen Features und Bugfixes enthalten ist.
Dabei bestehen die größten Änderungen im Redesign einiger Template Files sowie im Bereich Payment und Billing. Nachfolgend ein Überblick einiger weiterer neuer Features und Bugfixes:
- Möglichkeit zur Anwendung statischer URLs für Medien im WYSIWYG Editor sowie im Bild Browser
- URL Rewrite History: Möglichkeit automatische Rewrites mit einer Umleitung von alter zu neuer URL einzurichten, falls die Produkt-URL geändert wird
- Ausschluss von Kategorien aus dem Navigationsmenü
- Integration der Anzeige von Restbeständen („Nur noch X Artikel vorrätig“)
- Upgrade des TinyMCE Editors auf Version 3.3.2
- Verbesserte PayPal-Integration einschließlich wiederkehrender Zahlungen sowie Zahlungsvereinbarungen
- Änderung der Datenbankstruktur des Sales Modules von EAV zu Flat Tables
- Integration der 3D Secure Validierung für Maestro International und JCB Karten
- Refactoring des Onepage Checkouts
- Diverse Optimierungen und Anpassungen im Bereich der Reports
- sowie weitere code-seitige Verbesserungen und Optimierungen
Hier sollte man jedoch in jedem Fall etwas Zeit einkalkulieren und das Update – was man im übrigen bei jeglichem Update machen sollte – zuerst auf einer Testumgebung ausprobieren und vorab in jedem Fall eine Datensicherung durchführen.
Zum Thema Update aus aktuellem Anlass vielleicht noch ein paar Worte: Magento ist grundsätzlich in jedem Fall updatefähig. Dies funktioniert grundsätzlich allerdings nur dann, wenn man sich an einige Programmierkonventionen hält und nicht „wild“ im Programmcode stochert. Selbst bei einer perfekt umgesetzten Magento-Lösung sollte man jedoch nicht unbedingt davon ausgehen, dass das Update mit einem Mausklick getan ist und das Ganze vom Shopbetreiber selbst – ohne jegliche Programmierkenntnisse – durchgeführt werden kann. Hier sollte man fairerweise immer etwas Zeit und vor allem Softwarekenntnisse mitbringen um etwaige böse Überraschungen zu vermeiden.
Jetzt könnte man natürlich argumentieren, dass ja immer angeführt wird, dass Magento updatefähig ist – was ja auch durchaus stimmt - und demnach doch eigentlich alles "in Butter" sein sollte. Dennoch wird’s selbst mit der besten Softwarearchitektur bei Updates immer mal wieder zu Änderungen kommen müssen, die dann einen manuellen Eingriff erfordern. Selbst bei einem „Massenprodukt“ wie Wordpress kann der eine oder andere User da sicherlich ein Lied davon singen. Bei einem noch komplexeren Projekt wird das Ganze dann natürlich nicht einfacher...
Insofern der Rat an alle Magento-Shopbetreiber im Falle eines Updates:
- Gehen Sie an ein Update immer mit einer gewissen Vorsicht und entsprechenden Vorkehrungen (Testumgebung + komplette Datensicherung) heran.
- Wenn Ihnen die entsprechenden Programmierkenntnisse sowie tiefgreifendere Kenntnisse der Softwarearchitektur von Magento fehlen, sollte sie auf einen entsprechenden Fachmann bzw. eine Agentur zurückgreifen.
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